Im Herbst 2003 wurde das Unternehmen Android, das sich zum einen mit einem Betriebssystem und zum anderen mit einer Softwareplattform beschäftigt, gegründet.
Bereits im Jahre 2005 kaufte der Google Konzern dieses Unternehmen auf, um auch den Smartphonemarkt erfolgreich bedienen zu können.
Der Erfolg, den Android und Google verzeichnen konnten, ist bereits im Jahre 2010 klar ersichtlich. So meldete Google im August eine Auslieferungszahl von knapp 200.000 Android Mobiltelefonen pro Tag. Durch die Verbindung von Android und Google tat sich also in kürzester Zeit ein neues Feld auf dem Smartphonemarkt auf, das für Apple und andere Konkurrenten zu einer ernstzunehmenden Gefahr werden könnte.
Bevor Google Android kaufte, war dieses Unternehmen auf dem Markt nur wenig bekannt. Erst durch die Kombination von Android und Google richteten sich die Augen aller Smartphoneinteressierten auf die Android Mobiltelefone. Grundlage für das Betriebssystem, mit dem die Android Mobiltelefone betrieben werden, ist der Linux Kernel 2.6. Dass Linux hier eine Rolle spielt, hat ebenfalls erwirkt, dass die Android Software quelloffen angeboten und in die Gruppe der freien Software eingeteilt wird.
Für die Entwicklung des Android Betriebssystems arbeitete Google mit rund 33 Mitgliedern der sogenannten Open Handset Alliance zusammen, was zur schnellen Veröffentlichung im Jahre 2008 führte. Der Linux Kernel ist für diverse Prozesse wie die Speicherverwaltung, die Netzwerkkommunikation und auch die Prozessverwaltung verantwortlich. Auch benötigte Gerätetreiber stellt der Linux Kernel bereit.
Einer der Mitarbeiter von Google, Dan Bornstein, entwickelte eine virtuelle Maschine, die man daraufhin Dalvik Virtual Machine nannte. Diese Maschine führt Byte-Codes aus, wie man es auch bereits von Java gewohnt ist. Dennoch unterscheidet sich die Dalvik Virtual Machine deutlich von der Java VM, da es sich hierbei um eine Registermaschine und nicht etwa einen Kellerautomaten handelt. Durch diese Tatsache ist es nicht möglich, Kompilate aus Java Compilern mit der Dalvik VM zu kompilieren. Es war Google dennoch möglich, bestehende Entwicklungswerkzeuge von Java zu verwenden und auf diese zurückzugreifen.
Im Bereich Google und Android handelte sich Google mit dem ersten Smartphone HTC Dream einige Kritik ein, da dieses nur mit einem gültigen Google Konto betrieben werden konnte. Aus dieser Kritik resultierte schließlich die Überarbeitung des Android Betriebssystems, das in der Version 1.5 auch ohne Google Konto zur Verfügung stand. Der Verzicht auf die Bindung an ein Google Konto wurde auch bei weiteren Android Smartphones beibehalten.
Beim Android Betriebssystem behält Google es sich vor, Software zu löschen oder auch zu installieren, ohne dass der Nutzer hierüber informiert wird. Erfolgen kann dies über den Dienst namens Google Talk, der eine konstante Verbindung zwischen den Servern von Google und dem Android Betriebssystem herstellt. Als problematisch kann sich diese Möglichkeit dann herausstellen, wenn falscher Programmcode auf den Kundengeräten installiert wird und dort für Schaden sorgt. Wichtig für Kunden ist die Tatsache, dass das Löschen von kostenpflichtiger Software zwar möglich ist, man aber anschließend von Google den gezahlten Kaufpreis ausbezahlt bekommt. Die Möglichkeit, auf das Smartphone zuzugreifen, um Daten zu löschen, ist bereits von den Smartphones iPhone und Kindle bekannt. Ob es Apple und Amazon allerdings ebenfalls möglich ist, Installationen vorzunehmen, ist nicht bekannt.